Transportgewicht

Der häufigste Irrtum überhaupt

Zwei Dinge sind zu differenzieren: die Zuladung, die der Anhänger verträgt und das Gewicht, das ein Rad schadenfrei ziehen und abbremsen kann.
Die Herstellerangaben zu Transportgewicht oder Zuladung sind leider uneinheitlich. Warum? Weil viele Anhänger sowohl am Rad als auch schiebend benutzt werden können.
Viele Anhängermodelle (auch die günstigeren) können durchaus ein Transportgewicht von bis zu 80 kg verkraften, wenn die Größe passt. Findet Ihr einen entsprechenden Hinweis in der Produktbeschreibung, bedeutet das aber nicht, dass Ihr zwei Hunde à 30 Kilo hineinpacken und sorgenfrei damit durch die Eifel düsen könnt!



Solche Angaben sind schlicht unverantwortlich, wie zum Beispiel beim überaus beliebten Petego Comfort Wagon, der lediglich als Fahrradanhänger genutzt werden kann (Screenshot eines Vergleichsportals).

Die meisten Vergleichsportale verfügen nicht über die geringste Praxiskenntnis der Produkte. Es werden lediglich Herstellerangaben übernommen und andere Themen abgekupfert. Passt auf, wem Ihr traut!

Abhängig vom Fahrradmodell hält man in der Branche eine Zuglast von etwa 40 Kilogramm für das Maximum, das der Rahmen und die Bremsen verkraften.

Je höher die Zuglast (Hund und Anhänger), um so besser müssen die Fahrradbremsen sein – insbesondere in hügeligem Gelände.

Mit der Nutzung eines eBikes wird der Bremsweg auch in flachem Gelände höher, je mehr Gewicht Ihr im Schlepptau habt. Seid Euch dessen bewusst.

Für eine hohe Gesamtlast (Mensch+Hund+Material) muss eine Scheibenbremse installiert sein. Und diese von hoher Qualität, mit großer Bremsscheibe.
Felgenbremsen sind für das Ziehen eines Anhängers eher nicht geeignet weil die Bremskräfte zu schwach sind. Insbesondere bei Regen lassen sie stark nach. Auch der Verschleiß ist enorm.
Die früher üblichen Rücktrittbremsen sind nicht ausreichend stark, um einen Anhänger zu ziehen.

Lebendladung bei zweirädrigen Lastenrädern

Cargobikes sind, wie der Name schon sagt, für den Transport von hohen Lasten ausgelegt. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, wenn es sich um Lebendladung handelt. Kinder werden auf der Transportfläche meist angeschnallt, weshalb ihr Bewegungsradius eingeschränkt ist. So kann der Fahrer die Balance recht gut halten. Wer seinen Hund gleichermaßen fixieren möchte, erlangt ein ähnliches Verhalten. Ich persönlich bin kein Freund von der Fixierung des Hundes beim Radfahren. Allerdings gilt dann:

Je schwerer der Hund auf der Transportfläche, um so mehr muss der Biker dessen Gewichtsverlagerungen ausgleichen.

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