Bike&Hike Achensee / Unnütz

Am wunderschönen Achensee lassen sich so einige Radtouren verwirklichen. Ich aber mag das beschauliche Seitental von Steinberg am Rofan viel lieber. Es liegt quasi nur einen Steinwurf entfernt, doch vom Rummel des Sees ist hier nichts zu spüren. Aber so gar nicht. Man fragt sich wieso. Ist dieses Tal doch äußerst begünstigt, denn seine Ausrichtung und die umliegenden Berge verschaffen ihm viel Sonne. Es ist recht weit und ein herrliches Bächlein fließt hindurch. So mancher aus dem Inntal kommt herauf, um im Schatten der Bäume am Wasser zu picknicken. Im Winter wird mit großer Sorgfalt eine Loipe präpariert und mit den Tourenski lässt sich der Unnütz wahrlich alpin erklimmen. Und doch – nur eine handvoll Häuser bilden den Ort Steinberg, kaum Unterkünfte für Reisende. Um so schöner für mich, wenn ich mit meinem Campingbus hierher komme.

Jetzt bin ich ins Schwärmen geraten und wollte doch eigentlich über die Radrunde berichten, die dieses ruhige Tal mit dem Achensee verbindet und in die man noch die Gipfelbesteigung des Unnütz hineinpacken kann.
Von Steinberg startend, führt ein gemütlicher Forstweg Richtung Kögljoch. An der hübschen Schönjochalm Rast einzulegen wäre noch verfrüht. Vielleicht ein Grund, die Runde anders herum zu fahren oder doch am Achensee zu starten. Denn die Alm ist liebevoll geführt und wenig besucht. Biker, kaum aber Wanderer kommen hier vorbei.

Wie herum auch immer, das Kögljoch ist der schwerste Teil der Radstrecke. Bergab lässt es sich auch von weniger routinierten Mountainbikern fahren. Bergauf schieben wohl die meisten zumindest stückweise. Wer einen Anhänger im Schlepptau hat, so wie ich, freut sich über ein Leichtgewicht. Es ist zwar schweißtreibend, doch wer sich nicht anstrengt wird auch nicht fitter.

Kögljoch

Ab dem Kögljoch lässt sich der Unnütz über einen leichten Steig erwandern. Hat man Wald und Latschen hinter sich gelassen, zeigt sich die breite, flache Gipfelkuppe. In einer Rinne liegt häufig lange noch Schnee, was eine willkommene Abkühlung für den vierbeinigen Freund ist.

Fährt man die Tour so herum, wie vorgeschlagen, kann man es zum Achensee hinunter richtig rollen lassen. Dank neuerer, kleiner Verbindungswege muss man nicht einmal auf die Bundesstraße sondern fährt abseits davon zum Ortsende von Achenkirch und von dort auf den alten Steinbergweg. Über diesen Forstweg zum Ausgangspunkt zurück.

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